9. November, 2015

Beschneidung – ein Zwischenruf

von Rainer Balloff

Genitalbeschneidungen von Mädchen und Frauen
Laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind etwa 125 Millionen Mädchen und Frauen in 29 Ländern von Genita1verstümmelungen betroffen. An der Spitze steht Agypten (27,2 Millionen Frauen), gefolgt von Athiopien (23,8 in Deutschland.

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7. Mai, 2014

Zwei Jahre Kölner Urteil: Neues Fachbuch heizt Beschneidungs-Diskussion wieder an

Experten-Allianz klärt erstmals umfassend auf.
Videointerview „Hinschauen, was Kindern angetan wird.“

(Göttingen, Wien, 7.5.14, PUR) “Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern”, postuliert Matthias Franz, Universitätsprofessor für psychosomatische Medizin Düsseldorf, im brandaktuellen, von ihm herausgegebenen Buch „Die Beschneidung von Jungen – Ein trauriges Vermächtnis“. Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil, das rituelle Beschneidung als Körperverletzung bewertet, legen nun erstmals Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker, Historiker und jüdische Intellektuelle umfassend die Fakten zur Vorhautamputation dar und plädieren für einen sachlichen Diskurs fernab von klerikalen Machtansprüchen. Sie lassen keinen Zweifel darüber offen, dass „in einer aufgeklärten Welt kein Platz mehr für steinzeitliche Verletzungsrituale ist, wenn dadurch Kinder verletzt werden, die sich nicht frei entscheiden können“, wie der Herausgeber ausführt. In Deutschland lebt die Diskussion zur religiösen Vorhautamputation wieder auf: Gestern fand eine vielbeachtete wissenschaftliche Tagung zum Thema statt: Das Symposium: „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis“ genitale-autonomie.de
Für den heutigen Tag ist eine große Kundgebung von Antibeschneidungsaktivisten geplant.
genitale-selbstbestimmung.de/rednerliste

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1. Juni, 2013

Bewertung der gesetzlichen Regelung zu Beschneidungen

Die vom Bundestag im Dezember 2012 beschlossene gesetzliche Regelung zur Beschneidung von Jungen halten knapp drei von vier Deutschen (70 Prozent) nicht für richtig, nur jeder Vierte (24 Prozent) spricht sich für diese Regelung aus.

Eine Studie von Infratest dimap im Auftrag von MOGiS e.V.

Mogis Beschneidung dowbload PDF
siehe auch www.infratest-dimap.de

25. Januar, 2013

Schennach: Europarat nimmt Beschneidung ins Visier

Die körperliche Unversehrtheit der Kinder, sowohl von Mädchen als auch Buben, im Rahmen der Konvention der Kinderrechte garantieren.

Wien (OTS/SK) – „Die europäische Diskussion über die Beschneidung von
 Knaben wurde heute engagiert auch im Europarat aufgegriffen, mit dem
Ziel, die körperliche Unversehrtheit von Kindern zu garantieren und
 medizinisch nicht notwendige Eingriffe zu bannen“, so SPÖ-Bundesrat
Stefan Schennach am Donnerstag, der als Mitglied des Europarats an
den Beratungen teilnimmt.
„Mit einer erschreckenden Dokumentation von Experten über die Folgen
von Beschneidungen, von den Schmerzen der Knaben, vom Schmerzverlauf
wurden die Erörterungen eröffnet, nach dem Motto und dem Bewusstsein,
wir können das auf Europäischen Boden nicht länger so laufen lassen“,
erklärt Schennach.
Zur Pressemeldung: www.ots.at/presseaussendung/

27. Dezember, 2012

Erklärung zur Abstimmung Zirkumzision

Rolf Schwanitz, SPD
Mündliche Erklärung zur Abstimmung über den Entwurf der Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes am 12. Dezember 2012 (Deutscher Bundestag)

21. Dezember, 2012

IKG-Präsident: „Die Beschneidung ist nicht brutal“

Interview mit IKG-Präsident Oskar Deutsch

Die Presse: Eine Ihrer ersten Handlungen war eine Anzeige gegen die „Initiative gegen Kirchenprivilegien“, die ihrerseits den Beschneider Schlomo Hofmeister angezeigt hat. Muss man im Jahr 2012 unbedingt an einem archaischen Brauch festhalten, der, egal, wie man es dreht und wendet, letztlich ein Akt der Gewalt an Kindern ist?

Oskar-DeutschOskar Deutsch:
„Gemeinderabbiner Hofmeister hat gemeint: Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal. Und die Religion ist die Religion. Und wenn die Religion vorsieht, dass ein Junge nach acht Tagen beschnitten wird, dann ist das so – nicht nur bei den religiösen Juden, sondern auch bei den säkularen. Dieses eine Gebot der Beschneidung wird von 99,9 Prozent aller Juden weltweit eingehalten. Ich habe viele Mails und Briefe von Mitgliedern der Gemeinde bekommen, die wirklich besorgt waren. Und mit der Anzeige wollten wir jetzt zeigen: Wir müssen von Anfang an solche Sachen im Keim ersticken.“

20.12.2012 | RAINER NOWAK UND OLIVER PINK (Die Presse)
Zum Artikel

 

16. Dezember, 2012

Tödliche Beschneidung in GB: Krankenschwester schuldig

orf.at, 14.12.2012

Nach dem Tod eines vier Monate alten Buben bei einer Beschneidung ist eine Krankenschwester aus Manchester des Totschlags für schuldig befunden worden. Das Strafmaß für die 67 Jahre alte Frau werde später bekannt gegeben, urteilte das Gericht gestern.
Zum Artikel: www.orf.at

15. Dezember, 2012

Rektor der Wiener Medizin-Uni wird mit Jenseits-Kommentar zur Beschneidung auffällig

Versuchte Beschneidung der Religionsfreiheit
WOLFGANG SCHÜTZ (Gastkommentar: Die Presse)

Wolfgang_SchuetzWarum brennt es so vielen absolut Außenstehende immer wieder unter den Nägeln, gegen die Knabenbeschneidung zu polemisieren?

Auch wenn man die mehrere tausend Jahre bestehende religiöse Knabenbeschneidung auf den Prüfstand des heute herrschenden medizinischen Standards stellt, ist sie von der Schwere des Eingriffes her kein Akt medizinischer Aufgeregtheit, sondern ein dafür vorgeschobener, und das nicht erst seit heute. Es ist daher zu erwarten, dass er noch weitere tausende Jahre bestehen bleibt.

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Am 29.5.2012 wurde der Rektor der Medizinischen Uni Wolfgang Schütz in der Wiener Staatsoper durch Wiens jüdischer geehrt.
Siehe www.diejuedische.at

14. Dezember, 2012

Vatikan verteidigt Recht auf Beschneidung

08.12.2012 | 12:07 | (DiePresse.com)

Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, bezeichnet die Beschneidung als jüdische und islamische Tradition, „die wir respektieren müssen“.

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat Kritik an der Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen zurückgewiesen. „Bei einer Beschneidung geht es weder um Verstümmelung noch ist es ein Eingriff in die Menschenrechte“, sagte Müller in einem Interview mit dem Münchner Nachrichtenmagazin „Focus“. Es handle sich um eine jüdische und islamische Tradition, „die wir respektieren müssen“.

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12. Dezember, 2012

Mein Körper gehört mir

mein-koerper-gehoert-mirKurz vor der Beschließung über das Gesetz zur Knabenbeschneidung startet auf der Website der Kinderrechtskampagne “Mein Körper gehört mir!” die Artikelserie “Nachrichten, die in deutschen Medien nicht erschienen”. Der erste Artikel der Reihe behandelt den tragischen Tod des kleinen Angelo, der in diesem Jahr nach der Beschneidung durch einen Mohel verblutete. Bis zur Entscheidung im Bundestag am 12.12. wird täglich eine neue Meldung auf pro-kinderrechte.de erscheinen, die das Schicksal jener Jungen ins Bewusstsein ruft, die die Beschneidung entweder nicht überlebten oder mit schweren gesundheitlichen Schäden bezahlten.

http://pro-kinderrechte.de/serie/