18. Juni, 2019

A Rose by any other Name (2008)

„Rethinking the Similarities and Differences between Male and Female Genital Cutting“

von Robert Darby und J. Steven Svoboda

In this article, we offer a critical examination of the tendency to segregate discussion of surgical alterations to the male and female genitals into separate compartments- the first known as circumcision, the second as genital mutilation. We argue that this fundamental problem of definition underlies the considerable controversy surrounding these procedures when carried out on minors, and that it hinders objective discussion of the alleged benefits, harms, and risks. We explore the variable effects of male and female genital surgeries, and we propose a scale of damage for male circumcision to complement the World Health Organization’s categorization of female genital mutilation. The origins of the double standard identified are placed in historical perspective, and in a brief conclusion we make a plea for greater gender neutrality in the approach to this contentious

Zum Artikel: arclaw.org

28. Dezember, 2018

Zweijähriger Bub nach Beschneidungsritual in Rom gestorben

Rom – Ein 66-jähriger ist in Rom wegen des Vorwurfs festgenommen worden, für den Tod eines zweijährigen Buben nigerianischer Herkunft bei einem Beschneidungsritual verantwortlich zu sein. Die Wohnung des Mannes, der sich als Arzt bezeichnete, wurde durchsucht, berichteten italienische Medien am Montag. In der Wohnung wurden Gegenstände konfisziert, aus denen hervorgeht, dass der Mann Beschneidungsrituale durchführte. Dem US-Bürger libyscher Abstammung werden Körperverletzung mit Todesfolge und die unsachgemäße Ausübung des Arztberufs vorgeworfen.

Der Zwillingsbruder des Opfers befindet sich auf der Intensivstation eines römischen Krankenhauses, sein Zustand habe sich zuletzt wesentlich gebessert, berichteten italienische Medien. Gerichtsmediziner müssten nun die genaue Todesursache klären, teilte die Behörde mit. Laut italienischen Medienangaben werden italienweit 5.000 Kinder ausländischer Herkunft jährlich Beschneidungsritualen unterzogen. 35 Prozent davon werden illegal von Personen durchgeführt, die keine Ärzte sind. (APA, 24.12.2018)

9. November, 2015

Beschneidung – ein Zwischenruf

von Rainer Balloff

Genitalbeschneidungen von Mädchen und Frauen
Laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind etwa 125 Millionen Mädchen und Frauen in 29 Ländern von Genita1verstümmelungen betroffen. An der Spitze steht Agypten (27,2 Millionen Frauen), gefolgt von Athiopien (23,8 in Deutschland.

Artikel Download: Beschneidung – ein Zwischenruf [PDF 436kb]

7. Mai, 2014

Zwei Jahre Kölner Urteil: Neues Fachbuch heizt Beschneidungs-Diskussion wieder an

Experten-Allianz klärt erstmals umfassend auf.
Videointerview „Hinschauen, was Kindern angetan wird.“

(Göttingen, Wien, 7.5.14, PUR) “Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern”, postuliert Matthias Franz, Universitätsprofessor für psychosomatische Medizin Düsseldorf, im brandaktuellen, von ihm herausgegebenen Buch „Die Beschneidung von Jungen – Ein trauriges Vermächtnis“. Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil, das rituelle Beschneidung als Körperverletzung bewertet, legen nun erstmals Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker, Historiker und jüdische Intellektuelle umfassend die Fakten zur Vorhautamputation dar und plädieren für einen sachlichen Diskurs fernab von klerikalen Machtansprüchen. Sie lassen keinen Zweifel darüber offen, dass „in einer aufgeklärten Welt kein Platz mehr für steinzeitliche Verletzungsrituale ist, wenn dadurch Kinder verletzt werden, die sich nicht frei entscheiden können“, wie der Herausgeber ausführt. In Deutschland lebt die Diskussion zur religiösen Vorhautamputation wieder auf: Gestern fand eine vielbeachtete wissenschaftliche Tagung zum Thema statt: Das Symposium: „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis“ genitale-autonomie.de
Für den heutigen Tag ist eine große Kundgebung von Antibeschneidungsaktivisten geplant.
genitale-selbstbestimmung.de/rednerliste

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1. Juni, 2013

Bewertung der gesetzlichen Regelung zu Beschneidungen

Die vom Bundestag im Dezember 2012 beschlossene gesetzliche Regelung zur Beschneidung von Jungen halten knapp drei von vier Deutschen (70 Prozent) nicht für richtig, nur jeder Vierte (24 Prozent) spricht sich für diese Regelung aus.

Eine Studie von Infratest dimap im Auftrag von MOGiS e.V.

Mogis Beschneidung dowbload PDF
siehe auch www.infratest-dimap.de

25. Januar, 2013

Schennach: Europarat nimmt Beschneidung ins Visier

Die körperliche Unversehrtheit der Kinder, sowohl von Mädchen als auch Buben, im Rahmen der Konvention der Kinderrechte garantieren.

Wien (OTS/SK) – „Die europäische Diskussion über die Beschneidung von
 Knaben wurde heute engagiert auch im Europarat aufgegriffen, mit dem
Ziel, die körperliche Unversehrtheit von Kindern zu garantieren und
 medizinisch nicht notwendige Eingriffe zu bannen“, so SPÖ-Bundesrat
Stefan Schennach am Donnerstag, der als Mitglied des Europarats an
den Beratungen teilnimmt.
„Mit einer erschreckenden Dokumentation von Experten über die Folgen
von Beschneidungen, von den Schmerzen der Knaben, vom Schmerzverlauf
wurden die Erörterungen eröffnet, nach dem Motto und dem Bewusstsein,
wir können das auf Europäischen Boden nicht länger so laufen lassen“,
erklärt Schennach.
Zur Pressemeldung: www.ots.at/presseaussendung/

27. Dezember, 2012

Erklärung zur Abstimmung Zirkumzision

Rolf Schwanitz, SPD
Mündliche Erklärung zur Abstimmung über den Entwurf der Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes am 12. Dezember 2012 (Deutscher Bundestag)

21. Dezember, 2012

IKG-Präsident: „Die Beschneidung ist nicht brutal“

Interview mit IKG-Präsident Oskar Deutsch

Die Presse: Eine Ihrer ersten Handlungen war eine Anzeige gegen die „Initiative gegen Kirchenprivilegien“, die ihrerseits den Beschneider Schlomo Hofmeister angezeigt hat. Muss man im Jahr 2012 unbedingt an einem archaischen Brauch festhalten, der, egal, wie man es dreht und wendet, letztlich ein Akt der Gewalt an Kindern ist?

Oskar-DeutschOskar Deutsch:
„Gemeinderabbiner Hofmeister hat gemeint: Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal. Und die Religion ist die Religion. Und wenn die Religion vorsieht, dass ein Junge nach acht Tagen beschnitten wird, dann ist das so – nicht nur bei den religiösen Juden, sondern auch bei den säkularen. Dieses eine Gebot der Beschneidung wird von 99,9 Prozent aller Juden weltweit eingehalten. Ich habe viele Mails und Briefe von Mitgliedern der Gemeinde bekommen, die wirklich besorgt waren. Und mit der Anzeige wollten wir jetzt zeigen: Wir müssen von Anfang an solche Sachen im Keim ersticken.“

20.12.2012 | RAINER NOWAK UND OLIVER PINK (Die Presse)
Zum Artikel

 

16. Dezember, 2012

Tödliche Beschneidung in GB: Krankenschwester schuldig

orf.at, 14.12.2012

Nach dem Tod eines vier Monate alten Buben bei einer Beschneidung ist eine Krankenschwester aus Manchester des Totschlags für schuldig befunden worden. Das Strafmaß für die 67 Jahre alte Frau werde später bekannt gegeben, urteilte das Gericht gestern.
Zum Artikel: www.orf.at

15. Dezember, 2012

Rektor der Wiener Medizin-Uni wird mit Jenseits-Kommentar zur Beschneidung auffällig

Versuchte Beschneidung der Religionsfreiheit
WOLFGANG SCHÜTZ (Gastkommentar: Die Presse)

Wolfgang_SchuetzWarum brennt es so vielen absolut Außenstehende immer wieder unter den Nägeln, gegen die Knabenbeschneidung zu polemisieren?

Auch wenn man die mehrere tausend Jahre bestehende religiöse Knabenbeschneidung auf den Prüfstand des heute herrschenden medizinischen Standards stellt, ist sie von der Schwere des Eingriffes her kein Akt medizinischer Aufgeregtheit, sondern ein dafür vorgeschobener, und das nicht erst seit heute. Es ist daher zu erwarten, dass er noch weitere tausende Jahre bestehen bleibt.

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Am 29.5.2012 wurde der Rektor der Medizinischen Uni Wolfgang Schütz in der Wiener Staatsoper durch Wiens jüdischer geehrt.
Siehe www.diejuedische.at