25. Januar, 2013

Schennach: Europarat nimmt Beschneidung ins Visier

Die körperliche Unversehrtheit der Kinder, sowohl von Mädchen als auch Buben, im Rahmen der Konvention der Kinderrechte garantieren.

Wien (OTS/SK) – “Die europäische Diskussion über die Beschneidung von
 Knaben wurde heute engagiert auch im Europarat aufgegriffen, mit dem
Ziel, die körperliche Unversehrtheit von Kindern zu garantieren und
 medizinisch nicht notwendige Eingriffe zu bannen”, so SPÖ-Bundesrat
Stefan Schennach am Donnerstag, der als Mitglied des Europarats an
den Beratungen teilnimmt.
“Mit einer erschreckenden Dokumentation von Experten über die Folgen
von Beschneidungen, von den Schmerzen der Knaben, vom Schmerzverlauf
wurden die Erörterungen eröffnet, nach dem Motto und dem Bewusstsein,
wir können das auf Europäischen Boden nicht länger so laufen lassen”,
erklärt Schennach.
Zur Pressemeldung: www.ots.at/presseaussendung/

27. Dezember, 2012

Erklärung zur Abstimmung Zirkumzision

Rolf Schwanitz, SPD
Mündliche Erklärung zur Abstimmung über den Entwurf der Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes am 12. Dezember 2012 (Deutscher Bundestag)

21. Dezember, 2012

IKG-Präsident: “Die Beschneidung ist nicht brutal”

Interview mit IKG-Präsident Oskar Deutsch

Die Presse: Eine Ihrer ersten Handlungen war eine Anzeige gegen die „Initiative gegen Kirchenprivilegien“, die ihrerseits den Beschneider Schlomo Hofmeister angezeigt hat. Muss man im Jahr 2012 unbedingt an einem archaischen Brauch festhalten, der, egal, wie man es dreht und wendet, letztlich ein Akt der Gewalt an Kindern ist?

Oskar-DeutschOskar Deutsch:
“Gemeinderabbiner Hofmeister hat gemeint: Wenn man ein kleines Kind erstmals in seinem Leben in eine Badewanne setzt, wird es auch weinen. Die Beschneidung ist nicht brutal. Und die Religion ist die Religion. Und wenn die Religion vorsieht, dass ein Junge nach acht Tagen beschnitten wird, dann ist das so – nicht nur bei den religiösen Juden, sondern auch bei den säkularen. Dieses eine Gebot der Beschneidung wird von 99,9 Prozent aller Juden weltweit eingehalten. Ich habe viele Mails und Briefe von Mitgliedern der Gemeinde bekommen, die wirklich besorgt waren. Und mit der Anzeige wollten wir jetzt zeigen: Wir müssen von Anfang an solche Sachen im Keim ersticken.”

20.12.2012 | RAINER NOWAK UND OLIVER PINK (Die Presse)
Zum Artikel

 

16. Dezember, 2012

Tödliche Beschneidung in GB: Krankenschwester schuldig

orf.at, 14.12.2012

Nach dem Tod eines vier Monate alten Buben bei einer Beschneidung ist eine Krankenschwester aus Manchester des Totschlags für schuldig befunden worden. Das Strafmaß für die 67 Jahre alte Frau werde später bekannt gegeben, urteilte das Gericht gestern.
Zum Artikel: www.orf.at

15. Dezember, 2012

Rektor der Wiener Medizin-Uni wird mit Jenseits-Kommentar zur Beschneidung auffällig

Versuchte Beschneidung der Religionsfreiheit
WOLFGANG SCHÜTZ (Gastkommentar: Die Presse)

Wolfgang_SchuetzWarum brennt es so vielen absolut Außenstehende immer wieder unter den Nägeln, gegen die Knabenbeschneidung zu polemisieren?

Auch wenn man die mehrere tausend Jahre bestehende religiöse Knabenbeschneidung auf den Prüfstand des heute herrschenden medizinischen Standards stellt, ist sie von der Schwere des Eingriffes her kein Akt medizinischer Aufgeregtheit, sondern ein dafür vorgeschobener, und das nicht erst seit heute. Es ist daher zu erwarten, dass er noch weitere tausende Jahre bestehen bleibt.

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Am 29.5.2012 wurde der Rektor der Medizinischen Uni Wolfgang Schütz in der Wiener Staatsoper durch Wiens jüdischer geehrt.
Siehe www.diejuedische.at

14. Dezember, 2012

Vatikan verteidigt Recht auf Beschneidung

08.12.2012 | 12:07 | (DiePresse.com)

Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, bezeichnet die Beschneidung als jüdische und islamische Tradition, “die wir respektieren müssen”.

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat Kritik an der Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen zurückgewiesen. “Bei einer Beschneidung geht es weder um Verstümmelung noch ist es ein Eingriff in die Menschenrechte”, sagte Müller in einem Interview mit dem Münchner Nachrichtenmagazin “Focus”. Es handle sich um eine jüdische und islamische Tradition, “die wir respektieren müssen”.

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12. Dezember, 2012

Mein Körper gehört mir

mein-koerper-gehoert-mirKurz vor der Beschließung über das Gesetz zur Knabenbeschneidung startet auf der Website der Kinderrechtskampagne “Mein Körper gehört mir!” die Artikelserie “Nachrichten, die in deutschen Medien nicht erschienen”. Der erste Artikel der Reihe behandelt den tragischen Tod des kleinen Angelo, der in diesem Jahr nach der Beschneidung durch einen Mohel verblutete. Bis zur Entscheidung im Bundestag am 12.12. wird täglich eine neue Meldung auf pro-kinderrechte.de erscheinen, die das Schicksal jener Jungen ins Bewusstsein ruft, die die Beschneidung entweder nicht überlebten oder mit schweren gesundheitlichen Schäden bezahlten.

http://pro-kinderrechte.de/serie/

5. Dezember, 2012

Als Jude sage ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt

IKG Mitglied Dr. Jerome Segal: – “Als Jude sage ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt“.
Empörung über “Gegenanzeige“ von IKG Präsident Deutsch. Ausweg: Umstieg auf symbolische Beschneidung.

(Wien, 5.12.12, PUR) Auch Juden brechen nun ihr Schweigen und kritisieren Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen Babys als barbarischen Akt. Wissenschaftshistoriker Jerome Segal, Assistenzprofessor an der Pariser Sorbonne, derzeit in Wien lehrend, übt nun massive Kritik an der Haltung der israelitischen Kultusgemeinde. “Ich bin empört über Oskar Deutschs Gegenanzeige“, sagt Segal. Ein Missbrauchs- sowie ein Beschneidungsopfer haben ja vergangene Woche einen Mohel (Beschneider) angezeigt, der angibt, über 1000 jüdische Buben beschnitten zu haben. “Es muss doch möglich sein, barbarische religiöse Rituale kritisieren zu dürfen.“ Segals drei Söhne sind nicht beschnitten, auch er selbst ist es nicht – obwohl er Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde ist. “Ich halte Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen Babys und Kindern für grausam. Es ist eine starke Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit. Österreich hat die Kinderrechtskonvention ratifiziert“, so Segal weiter. “Aus Art.19 gehe klar hervor, dass Kindern keine körperliche Gewalt zugefügt werden darf“.
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4. Dezember, 2012

Retourkutsche: IKG zeigt Beschneidungsgegner an

03.12.2012 | 14:23 | (DiePresse.com)

Die jüdische Gemeinde sieht in der Anzeige gegen einen Rabbiner eine Herabwürdigung religiöser Lehren. Es mangle an Respekt vor Andersdenkenden.

Der Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs (IKG) hat den Verein “Initiative gegen Kirchenprivilegien” angezeigt. Grund für diesen Schritt war wiederum eine Anzeige der Initiative gegen den Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister und einen muslimischen Arzt – beide führen religiöse Beschneidungen durch. Für die IKG ist diese Anzeige eine Herabwürdigung religiöser Lehren, Verhetzung und Verleumdung. Sie hat bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

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3. Dezember, 2012

Mein Körper – Meine Rechte?! – Podiumsdiskussion Erlangen 3.12.2012

Mitschnitt der Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gunther Moll und Ali Utlu (Piratenpartei) zum Thema Beschneidung am 3.12.2012 im Gewerkschaftshaus Erlangen