5. Dezember, 2012

Als Jude sage ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt

IKG Mitglied Dr. Jerome Segal: – „Als Jude sage ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt“.
Empörung über „Gegenanzeige“ von IKG Präsident Deutsch. Ausweg: Umstieg auf symbolische Beschneidung.

(Wien, 5.12.12, PUR) Auch Juden brechen nun ihr Schweigen und kritisieren Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen Babys als barbarischen Akt. Wissenschaftshistoriker Jerome Segal, Assistenzprofessor an der Pariser Sorbonne, derzeit in Wien lehrend, übt nun massive Kritik an der Haltung der israelitischen Kultusgemeinde. „Ich bin empört über Oskar Deutschs Gegenanzeige“, sagt Segal. Ein Missbrauchs- sowie ein Beschneidungsopfer haben ja vergangene Woche einen Mohel (Beschneider) angezeigt, der angibt, über 1000 jüdische Buben beschnitten zu haben. „Es muss doch möglich sein, barbarische religiöse Rituale kritisieren zu dürfen.“ Segals drei Söhne sind nicht beschnitten, auch er selbst ist es nicht – obwohl er Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde ist. „Ich halte Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen Babys und Kindern für grausam. Es ist eine starke Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit. Österreich hat die Kinderrechtskonvention ratifiziert“, so Segal weiter. „Aus Art.19 gehe klar hervor, dass Kindern keine körperliche Gewalt zugefügt werden darf“.
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4. Dezember, 2012

Retourkutsche: IKG zeigt Beschneidungsgegner an

03.12.2012 | 14:23 | (DiePresse.com)

Die jüdische Gemeinde sieht in der Anzeige gegen einen Rabbiner eine Herabwürdigung religiöser Lehren. Es mangle an Respekt vor Andersdenkenden.

Der Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs (IKG) hat den Verein „Initiative gegen Kirchenprivilegien“ angezeigt. Grund für diesen Schritt war wiederum eine Anzeige der Initiative gegen den Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister und einen muslimischen Arzt – beide führen religiöse Beschneidungen durch. Für die IKG ist diese Anzeige eine Herabwürdigung religiöser Lehren, Verhetzung und Verleumdung. Sie hat bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

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3. Dezember, 2012

Mein Körper – Meine Rechte?! – Podiumsdiskussion Erlangen 3.12.2012

Mitschnitt der Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gunther Moll und Ali Utlu (Piratenpartei) zum Thema Beschneidung am 3.12.2012 im Gewerkschaftshaus Erlangen

2. Dezember, 2012

Pressemeldungen

heute.at vom 30.11.2012
Tatbestand der Körperverletzung
Klagsflut wegen religiöser Beschneidung
http://www.heute.at

Tiroler Tageszeitung vom 30.11.2012
Beschneider wurden angezeigt
Zwei Beschneider wurden wegen Körperverletzung angezeigt. Beschneiden dürfen nur Medi­ziner, sagt die Ärztekammer.
http://www.tt.com

2. Dezember, 2012

Criminal charges brought against two religious circumcisers for the first time

Charge: grievous bodily harm inflicted on at least 2000 babies and small children

(Vienna, 29 November 2012) – Charges are being brought against the community rabbi and mohel of the Jewish Religious Community in Vienna. The rabbi has stated himself that for religious reasons he has performed operations, where there was no medical indication, on the genitals of over 1000 male babies. The second accused is a general practitioner who runs a circumcision centre in Vienna specializing in ritual Islamic circumcision. He is also the president of the Islamic Religious Community in Vienna. On his website, he proudly presents photos of circumcised children. The doctor also faces charges by the disciplinary commission of the Chamber of Doctors. In addition, the rabbi will be charged for violating medical law.

Download Presseaussendung 2012-12-02 [pdf]

1. Dezember, 2012

Beschneider wurden angezeigt

1.12.2012 | Tiroler Tageszeitung
Zwei Beschneider wurden wegen Körperverletzung angezeigt. Beschneiden dürfen nur Medi­ziner, sagt die Ärztekammer.

Innsbruck, Wien – Lange und hitzig wurde die Beschneidung bei jüdischen und muslimischen Buben im Sommer diskutiert. Jetzt ist das Thema erneut entfacht. Gegen den Gemeinderabbiner und Mohel der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, der kein Arzt ist und laut eigener Aussage in Österreich bereits mehr als 1000 Beschneidungen vorgenommen hat, wurde von Sepp Rothwangl (Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt) und Cahit Caya (Zentralrat der Ex-Muslime) bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Angezeigt wurde zudem ein praktischer Arzt, der ein islamisches Beschneidungszenturm in Wien betreibt.

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29. November, 2012

Bubenbeschneidung ist Einfallstor für Legalisierung der Mädchenbeschneidung

Müller „Bubenbeschneidung ist Einfallstor für Legalisierung der Mädchenbeschneidung“
Christa Müller, Verein (I)NTACT gegen Beschneidung: Auch Mädchenbeschneidung könnte legitimiert werden
Durch die Verharmlosung der männlichen Beschneidung erhalten Eltern zu Unrecht einen Legitimation für diesen Eingriff. Da die Beschneidung von Jungen keine Heilbehandlung ist und die Betroffenen nicht eingewilligt haben, verstößt sie außerdem gegen die ärztliche Ethik. Die Legalisierung der männlichen Beschneidung wird dazu führen, dass die leichteren Formen der weiblichen Genitalverstümmelung ebenfalls straffrei durchgeführt werden können. www.intact-ev.de

29. November, 2012

Körperverletzung und Beschneidung der Sexualität

Fiala „Körperverletzung und Beschneidung der Sexualität“.
In der Diskussion wurde bisher übersehen wie ähnlich die Beschneidung von Mädchen und Buben auf fast allen Ebenen ist. Es gibt kein Argument, warum die Beschneidung bei Kindern stattfinden soll, bzw. warum man die Betroffenen nicht als Erwachsene über den Eingriff entscheiden lassen kann. Lediglich in den medizinischen Details der Operation bestehen Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung: bei Mädchen kann eine Einritzung der Klitorisvorhaut vorgenommen werden, es kann jedoch auch bis zur Entfernung der Klitorisspitze einschließlich der Schamlippen kommen. Bei Buben wird immer die ganze Vorhaut entfernt. In beiden Fällen ist die euphemistische Bezeichnung ‚Beschneidung‘ unpassend und irreführend.

29. November, 2012

Auch Urologen beschneiden mitunter voreilig

Reichhart: „Auch Urologen beschneiden mitunter voreilig“
Edwin Reichhart, Gründer der Aufklärungsseite zu Beschneidungsfolgen www.beschneidung-von-jungen.de. “Die Betroffenen, die uns kontaktieren, sind massivem Leidensdruck infolge ihrer Beschneidung ausgesetzt. Viele fühlen sich vergewaltigt. Ebenso wie bei anderen Traumatisierungen brauchen Opfer oft 20 und mehr Jahre, bis sie in der Lage sind, ihre Probleme zu benennen. Oft ist die sexuelle Empfindungsfähigkeit durch die Narben und Verwachsungen eingeschränkt. Narben gibt es immer, Verwachsungen treten bei 50% der Beschneidungen auf”

29. November, 2012

Erstmals Strafanzeige gegen muslimischen und jüdischen Beschneider

Tatvorwurf: Körperverletzung an mindestens 2000 Babys und Kindern

(Wien, 29.11.12) Angezeigt werden der Gemeinderabbiner und Mohel der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, der laut eigener Aussage in Österreich bereits mehr als 1000 religiös veranlasste medizinisch nicht indizierte Genitaloperationen an männlichen Säuglingen vorgenommen hat. Diese Genitaloperationen erfolgen in Form von Zirkumzisionen ohne Betäubung. Der zweite Angezeigte ist praktischer Arzt, der ein Beschneidungszenturm in Wien betreibt und auf rituelle islamische Beschneidung spezialisiert ist. Er ist auch Vorstand der Islamischen Glaubensgemeinde in Wien. Auf seiner Homepage stellt er stolz Fotos von beschnittenen Kindern online. Gegen den Arzt wird auch eine Anzeige bei der Disziplinarkommission der Ärztekammer erfolgen. Gegen den Rabbiner eine weitere Anzeige wegen Verstoßes gegen das Ärztegesetz.
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