27. November, 2012

Manchester baby circumcision death mum ’not told of danger‘

27. November 2012 BBC News
A mother whose baby died after a home circumcision by a nurse has told a court she was not told of possible complications with the procedure.

Manchester Crown Court was told four-week old Goodluck Caubergs died the day after Grace Adeleye carried out the procedure without anaesthetic.

Sylvia Attiko, Goodluck’s mother, wept as she recalled events at her home in Greater Manchester in April 2010.

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11. November, 2012

Beschneidung bei Buben

Diplomseminararbeit aus Medizinstrafrecht von Michael Degele, 2011

Ergebnis aus der Diplomarbeit:
Eine Beschneidung von Minderjährigen ist ausnahmsweise und nur unter strengen Voraussetzungen bei einer Heilbehandlung straffrei. In allen anderen Fällen ist eine Beschneidung von Minderjährigen strafbar, da einerseits die Einwilligung in den Eingriff durch die höchstpersönliche Präferenz nicht gegeben werden kann und andererseits weil der Eingriff nicht im Kindeswohl liegt.
In den meisten Fällen ist daher eine Beschneidung bei Minderjährigen als eine Körperverletzung strafbar. Da es sich um eine “an sich schwere Verletzung“ handelt, ist eine schwere Körperverletzung nach §§ 84 Abs. 1 StGB, Strafmaß bis 3 Jahre Freiheitsstrafe, erfüllt. Es liegt immer § 87 Abs. 1 StGB (absichtliche schwere Körperverletzung), Strafmaß von einem bis fünf Jahre, vor, da es dem Täter
gerade auf den Erfolg ankommt (§5 Abs. 2 StGB).
Nicht nur der unmittelbare Täter (Arzt, Beschneider) macht sich strafbar, sondern auch der Bestimmungstäter (Eltern, Obsorgeberechtigte) § 12 2. Fall StGB.
Diplomarbeit download [pdf]

31. Oktober, 2012

The Consequences can be worse for Boy than for Girl


Ayaan Hirsi Ali, ehemalige holländische Politikerin.
Sie stammt aus Somalia und ist selbst Opfer von FGM

„I think male circumcision is wore than an incision of the girl. With boys, a lot of skin is removed…“

24. Oktober, 2012

Pressekonferenz: 24.10.12, 9.30 Uhr, Cafe Museum

MGM=FGM? Ist die rituelle Beschneidung von Buben vergleichbar mit jener von Mädchen?
(Wien, 22.10.12, PUR) Während Genitalbeschneidung bei Mädchen in Europa heute abgelehnt und zu recht als Genitalverstümmelung (FGM) bezeichnet wird, gilt die rituelle Beschneidung von Buben immer noch als harmloser Eingriff, der sogar medizinische Vorteile haben soll. ExpertInnen informieren nun über die physiologischen Tatsachen und zeigen die Parallelen zwischen beiden Eingriffen auf.

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Vergleich FGM–MGM

Mit:

  • Christa Müller, Vorsitzende des Vereins (I)NTACT (www.intact-ev.de) gegen Beschneidung, Ehefrau von Oskar Lafontaine
  • DDr. Christian Fiala, Gynäkologe, hat lange in Afrika gearbeitet und kennt das Problem der weiblichen Beschneidung
  • Edwin Reichhart, Unternehmer, klärt seit 2009 in einem Web-Portal über die medizinischen Konsequenzen von Buben-Beschneidung auf, betreut Beschneidungsopfer

Termin: Mittwoch, 24.10.12, 9.30, Cafe Museum, Operngasse 7, 1010 Wien,
Rückfragen + Anmeldung (erforderlich): FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

20. Oktober, 2012

Orgamusprobleme, Schmerzschocks bei Babys und Kindern


Medizinische Fakten zur Beschneidung. Ein Video aus Betroffenen- und Ärztesicht
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19. Oktober, 2012

Dr. Florian Wimpissinger: Beschneidung führt zu Sensibilitätsverlust


Dr. Florian Thomas Wimpissinger, FA f. Urolologie

„Zirkumzision ohne Patienteneinwilligung ist Körperverletzung.“

Die Zirkumzision (Beschneidung der männlichen Vorhaut) ist eine Operation, bei welcher die Vorhaut ganz oder teilweise entfernt wird. Indiziert ist die Zirkumzision bei echter Vorhautverengung (Phimose), Tumorerkrankungen oder Condylomata accuminata („Feigwarzen“) der Vorhaut. Die Phimose wird in der Regel im Kindesalter zu häufig diagnostiziert, ein Zurückschieben der Vorhaut ist oft erst ab dem 4. oder 5. Lebensjahr möglich, bis dahin ist die Vorhaut mit der Eichel verwachsen.Da es sich bei der Zirkumzision um einen invasiven operativen Eingriff handelt, ist die Beschneidung ohne Einwilligung des Patienten als Körperverletzung zu betrachten. Die Frage, inwieweit eine Zirkumzision von Neugeborenen und Kindern aufgrund der Einwilligung ihrer Eltern erlaubt ist, muss nach ethischen Gesichtspunkten von den Gerichten geklärt werden.
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19. Oktober, 2012

Dr. Georg Pfau: Langzeitfolgen für männliches Selbstwertgefühl


Dr. Georg Pfau, Sexualmediziner

www.maennerarzt-linz.at Immer noch werden Millionen von gesunden Männern ihrer Vorhaut beraubt. Dieser Eingriff an gesunden jungen Männern im libidinös und narzistisch hoch besetzten Genitalbereich hat Langzeitfolgen für das männliche Selbstwertgefühl und für das männliche Rollenverhalten. Störungen sind eher psychosozial als im medizinisch, obwohl Studien belegen, dass das sexuelle Erleben von Männern nach einer Beschneidung gestört sein kann. Vor allem im Ausland werden Beschneidungen auch aus anderen nicht haltbaren Gründen durchgeführt; das am häufigsten missbrauchte Argument ist die „bessere Hygiene“ und die Verhinderung von Carcinomen des Penis.
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19. Oktober, 2012

Prim. Dr. Klaus Vavrik: Keine Zwangsrituale an Kindern


Prim. Dr. Klaus Vavrik, FA f. Kinder- und Jugendheilkunde, Kinderpsychologe:

„Appell für eine Versachlichung und eine grundsätzliche Abwägung der Persönlichkeitsrechte in der Diskussion um die kindliche Genitalbeschneidung“

Zu wünschen wäre, dass aus der derzeit sehr polarisierenden Religionsdebatte eine sachlich geführte Wertediskussion wird, in welcher die Anerkennung der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen in den Vordergrund gestellt wird.
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19. Oktober, 2012

Dr. Christa Pölzlbauer: Psychische Folgen der Beschneidung


Dr.in Christa Pölzlbauer, Vizepräsidentin österr. Bundesverband für Psychotherapie:

Seit Jahrzehnten werden Untersuchungen und Berichte über mögliche psychische Belastungen der Beschneidung veröffentlicht. Der Psychiater David Levy stellte u.a. fest, dass die traumatisierende Wirkung der Operation umso größer war, je jünger das Kind zum Zeitpunkt der Operation war. Die Beschneidung hinterlässt demnach nicht nur körperliche sondern auch psychische Narben. Des Weiteren weisen Forscher nach, dass der Schmerz der Neugeborenenbeschneidung noch im Alter von 6 Monaten in der Erinnerung präsent ist und abgerufen werden kann. Das in Studien beobachtete Verhalten wird als kleinkindliche Entsprechung der posttraumatischen Belastungsstörung bezeichnet. Die Kinderpsychologin Cansever berichtet, dass Kleinkinder die Beschneidung als aggressiven Akt erleben, der sie schädigt, verstümmelt und in manchen Fällen vollkommen zerstört. Das Gefühl „Ich bin jetzt kastriert“ kann die psychische Welt des Kindes beherrschen. Lesen Sie mehr

19. Oktober, 2012

Cahit Kaya: Als Kind hilflos und ausgeliefert


Cahit Kaya, Ex-Muslim und Beschneidungsopfer

Ich war noch ein kleiner Junge, als mein Vater mich ins Krankenhaus in Bregenz (Vorarlberg) brachte, um mich dort beschneiden zu lassen. Ich wusste nicht genau, was dort passieren wird und auch nicht, wie es passieren wird. Und ich wusste nicht, warum es passieren wird, warum es sogar passieren muss. Es war nur klar, es wird passieren, auch wenn ich mich sträube.
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